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Wolf Hildebrandt - anklicken zum VergrößernHil, in den 20er und 30er Jahren Bühnenbildner, begann in dieser Zeit auf seinen ausgedehnten Reisen und Aufenthalten in bergigen Landschaften Jugoslawiens und auf seinem Schiff in der Nordsee sich zeichnerisch und malerisch in die Natur zu versenken, ihre Kraft- und Widerstandsformen, ihren Geist und seinen Geist zu finden. Ab 1941 verhinderte ein endgültiges Ausstellungsverbot, dann Krieg und lange Krankheit die weitere künstlerische Arbeit. Nach langen Jahren der Krankheit und des Überlebenskampfes nah dem Krieg entstehen Werke der inneren Schau und Stärke, z.B. Zeichnungen zu chassidischen Erzählungen, die um mystische Erfahrungen der Juden kreisen, das innere Erleben von Gefangenen. Es entstehen Bilder wie “Der Tanz der Heiligen”, “Der Gefangene”,”Stier und Pfau”, “Antigone”. Langsam treten die Hauptthemen hervor: "Strukturen der Gewalt und der Hoffnung", "Labyrinthe  und Hoffnung", wie er seine Ausstellungen nennt. Immer mehr dehnt sich sein Wirken aus auf Theater spielen, Schreiben, um sein Erleben darzustellen. Er hat seine innere KrWolf Hildebrandt und seine Frau Itta - anklicken zum Vergrößernaft, die Natur, die Weiblichkeit, weiche Formen, Widerstandsformen, auch Empörung, und Hoffnungen gefunden, die er dem Harten, Verkrusteten, Gewaltsamen entgegenstellt. Oft tritt dieses positiven Erleben ganz für sich auf und strahlt seine ungeheure Kraft und Vitalität, seine Verbundenheit mit dem Strom des Lebens und der Natur, mit der großen Urmutter (Astarte oder Isis oder Elvira/Alwara) aus, welche ihn nährt, so wie ihn auch die Liebe mit seiner Frau nährt. Dies führt ihn auch zu inneren Wandlungen, zu "Häutungen", um sich von der bereits körperlich manifest gewordenen Härte und Gewalt zu befreien. Farben und Formen streicheln und möchten das Verletzte und Hart gewordene zum Spiel des Lebens verführen. Unruhe, Aufbegehren, Liebe und Hingabe ziehen sich durch seine Arbeit. Mit dieser Intensität des Er-Lebens versucht er auch die Mythen für unsere Zeit wieder zugänglich zu machen - anerkennend das mythische Denken und suchend, wie das heutige ICH seinen Platz im großen Geheimnis der Welt finden kann. Viele seiner Buch- und Ausstellungstitel sprechen von seinem Weg: "Die Irrwege wären die Schöneren", "Melousine oder die Vernunft des Traumes", lassen das ansteckende Lebensgeheimnis ahnen, das auch den Tod in seiner Tiefe verstand: So schreibt seine Frau: "'Von der Schönheit und der Unsicherheit' nannte Hil eines seiner letzten großen Ölbilder, die er gemalt hat in den Monaten vor seinem Tod am 14. Oktober 1999 - vor seinem Tod, den er als ‚Fest des Abschieds' bezeichnet hat. Nun - wenn ein Liebespaar sich verabschieden muß, liegt in der Traurigkeit doch das ganze Fest ihrer Liebe drin - und wir waren zeitlebens ein Liebespaar."